Spamfilter einfach erklärt
Was ist ein Spamfilter?
Ein Spamfilter prüft eingehende E-Mails, bevor sie den eigentlichen Mailserver erreichen. Ziel ist es, unerwünschte Nachrichten (Spam) und potenziell gefährliche Inhalte wie Viren oder Phishing-Versuche zu erkennen und zu filtern – bevor sie im Postfach landen.
Wie erkennt unser Spamfilter Spam?
Unser Antispam-Cluster verwendet verschiedene intelligente Techniken, um E-Mails zu bewerten:
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Bayes-Filter
Lernfähiger Filter, der Muster aus bisherigen E-Mails erkennt. -
RBLs (Realtime Blackhole Lists)
Überprüft, ob Absender-IP-Adressen auf bekannten Spam-Listen stehen. -
SPF, DKIM, DMARC
Authentifizierungsmethoden, um zu prüfen, ob der Absender echt ist. -
SpamAssassin
Analysiert jede E-Mail und vergibt basierend auf Regeln einen Spam-Score (Punktwert).
Basierend auf dem Score entscheidet das System, ob die E-Mail zugestellt, markiert oder abgelehnt wird.
Unterschied: Blockierter Spam vs. Getaggter Spam
Blockierter Spam (harte Ablehnung)
E-Mails, die einen hohen Spam-Score erreichen oder technisch auffällig sind (z. B. fehlerhafte SPF-/HELO-Angaben), werden nicht zugestellt.
Diese Nachrichten gelten als definitiver Spam und werden vom System abgelehnt. Der Absender erhält eine Fehlermeldung (Bounce).
➡️ Dies wird auch als „harter Spam“ bezeichnet.
Getaggter Spam (markiert, aber zugestellt)
E-Mails mit einem mittleren Spam-Verdacht, bei denen unser System nicht sicher entscheiden kann, ob es sich um Spam oder eine legitime Nachricht handelt, werden zugestellt – allerdings mit einem Hinweis.
Diese E-Mails erhalten im Betreff den Zusatz: